CBD Öl Dosierung
Zuletzt aktualisiert: 31. August 2020

Das in CBD Öl enthaltende Cannabidiol (CBD), der Hauptwirkstoff der Hanfpflanze, wird bereits seit vielen Jahrtausenden in der Medizin eingesetzt. Auch immer mehr Studien konnten die gesundheitsfördernden Auswirkungen dieses natürlichen Wirkstoffes belegen.

Doch um die gewünschte Wirkung des CBD Öls zu erhalten, muss zunächst die richtige Dosierung gefunden werden. Hier kann keine pauschale Dosierungsempfehlung gegeben werden, denn die optimale Dosis ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Dieser Artikel soll dir zunächst die wichtigsten Hintergrundinformationen über die Dosierung von CBD Öl erläutern. Anschließend verbinden wir Theorie und Praxis, indem wir dir erklären, wie du das CBD Öl am besten einnimmst und wie du, mithilfe des Step-Up-Ansatzes, ganz einfach zu deiner idealen Dosierung findest.




Das Wichtigste in Kürze

  • Das in CBD Öl enthaltende Cannabidiol wird bereits seit vielen Jahrtausenden in der Medizin eingesetzt und gilt als ein natürlicher Helfer bei zahlreichen medizinischen Problemen. Dazu zählen chronische Schmerzen, Angststörungen, Epilepsie oder auch Parkinson.
  • Die Dosierung des CBD Öls hat eine übergeordnete Rolle, wenn es um das Erreichen der gezielten Wirkung dieser Substanz geht. Da jeder Mensch individuell ist, gibt es jedoch keine universelle Dosierungsempfehlung und die optimale Dosis des CBD Öls hängt von verschiedenen Faktoren, wie etwa Körpergewicht oder Art der Beschwerden ab.
  • Um die richtige Dosierung des CBD Öls zu finden kann der Step-Up-Ansatz genutzt werden. Hierbei wird die Dosis schrittweise erhöht, bis die gewünschte Wirkung erzielt wird. So kann eine langsame Anpassung an den Wirkstoff ermöglicht werden.

Definition: Was ist CBD Öl?

CBD ist kurz für Cannabidiol. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Oftmals wird Hanf mit Marihuana gleichgesetzt. Die meisten wissen jedoch nicht, dass viele verschiedene Sorten an Hanf existieren, die verschiedene Zwecke haben.

Der Industriehanf, der für die Herstellung von CBD Produkten genutzt wird, verfügt nur über sehr geringe Mengen an THC und einen hohen Anteil an CBD. Im Gegensatz zu THC, hat CBD keine psychoaktive Wirkung. Aus diesem Grund sind CBD Öle mit einem THC-Gehalt von unter 0,2% auch legal  in Deutschland zu erwerben.

CBD Öl Dosierung-01

Das in den CBD Ölen enthaltende Cannabidiol ist ein Wirkstoff der Hanfpflanze, der im Gegensatz zum, ebenfalls aus der Hanfpflanze gewonnenem, THC keine psychoaktive Wirkung hat. Ganz im Gegenteil, ihm werden sogar gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt.
(Bildquelle: Julia Teichmann / Pixabay)

Man kann CBD Produkte in unterschiedlichen Darreichungsformen erwerben. Dazu zählen etwa CBD Liquids, CBD Pasten, CBD Kristalle, CBD Kapseln oder auch CBD Öl.  Die Darreichungsform beeinflusst  die schlussendliche Wirkung des CBD Produktes, aber auch die Zeit bis zur Wirkung, sowie die Dauer des Effektes. CBD Öl ist von allen Darreichungsformen das geläufigste Produkt und ist in verschiedenen Konzentrationen erhältlich.

CBD Öl werden gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt, weshalb es seit geraumer Zeit im Gespräch ist. Es soll unter anderem entzündungs­hemmende, krampflösende, und entspannende Wirkungen haben.

Hintergründe: Was du über die Dosierung von CBD Öl wissen solltest

Bevor wir dir nützliche Tipps für die richtige Dosierung von CBD Öl geben, solltest du dir zu diesem Thema zunächst einige Hintergrundinformationen aneignen.

Diese häufig gestellten Fragen wollen wir in den nachfolgenden Absätzen für dich beantworten.

Welche Wirkung hat CBD Öl überhaupt?

Der Dosierung des CBD Öls wird eine übergeordnete Rolle nachgesagt, wenn es um das Erreichen der gezielten Wirkung der Substanz geht. Doch welche Wirkung kann CBD Öl überhaupt haben? Cannabidiol wird bereits seit einigen Jahrtausenden in der Medizin eingesetzt und gilt als ein sanfter und natürlicher Helfer bei den verschiedensten medizinischen Problemen.

Die im CBD Öl enthaltenen Inhaltsstoffe können ein breites Wirkungsspektrum entfalten und daher bei vielen verschiedenen Beschwerden behilflich sein.

Eine neuseeländische Studie aus dem Jahr 2020 beispielsweise zeigte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von CBD auf. Die Studienteilnehmer sagten CBD eine positive Wirkung bei verschiedenen Schmerzarten, Ängsten, Schlafstörungen oder auch Depressionen nach (1).

Im Folgenden haben wir dir einige der bisher bedeutendsten bekannten Wirkungen von CBD Öl nochmal zusammengefasst:

  • CBD Öl bei chronischen Schmerzen: Chronische Schmerzen sind heutzutage weit verbreitet und immer wieder können herkömmliche Therapiestrategien nicht mehr helfen. Einige klinische Studien konnten bereits eine positive Wirkung von CBD bei chronischen, insbesondere neuropathischen, Schmerzen feststellen. Somit könnte der Wirkstoff also die klassische Schmerztherapie unterstützen (2, 3)
  • CBD Öl bei Angststörungen: Angststörungen sind hierzulande, nach Depressionen, die zweithäufigste psychische Erkrankung. Doch herkömmliche Medikamente sind meist mit vielen Nebenwirkungen verbunden. Einige an Tieren, sowie Menschen, durchgeführte Studien konnten bereits zeigen, dass CBD Angstzustände reduzieren kann. Vor allem bei sozialer Angst soll das natürliche Mittel helfen können (4, 5, 6).
  • CBD Öl bei Epilepsie: Die Erkrankung Epilepsie ist in einigen Fällen resistent gegen konventionelle Therapien, weswegen viele Patienten zu alternativen Behandlungsmethoden greifen müssen. Einige Studien zum Thema CBD und Epilepsie, zeigten bereits die antiepileptischen und neuroprotektiven Eigenschaften von CBD, die sowohl Anzahl als auch Intensität der Anfälle verringern konnten (7, 8, 9).
  • CBD Öl bei Parkinson: Im späteren Verlauf der Parkinson-Krankheit entwickeln sich oftmals psychotische Symptome wie etwa Halluzinationen. Einige Studien weisen darauf hin, dass der Einsatz von CBD das Krankheitsbild positiv beeinflussen kann, indem er Symptome wie Schlafstörungen, Psychosen und Bewegungseinschränkungen lindert (10, 11).

Kann CBD Öl auch Nebenwirkungen haben?

Laut bisherigen Studienergebnissen wird CBD Öl meist sehr gut vertragen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kam auf einer Tagung im Jahre 2017 zu diesem Schluss und folgerte (12):

  • CBD führt zu keiner psychische oder physische Abhängigkeit
  • CBD ist nicht psychoaktiv
  • CBD stellt kein Risiko für die Volksgesundheit dar
  • CBD wird sowohl von Menschen als auch von Tieren gut vertragen

Falls nach der Einnahme von CBD Öl doch Nebenwirkungen auftreten, sind diese in der Regel selten und nicht gravierend. Sie beinhalten:

  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall
  • Schläfrigkeit / Benommenheit
  • Trockener Mund
  • Niedriger Blutdruck
  • Wechselwirkung mit Arzneimitteln oder Alkohol

Viele der obigen Nebenwirkungen sind übrigens oftmals auf eine zu hohe Dosis an CBD zurückzuführen. Daher raten wir dazu, vor allem bei der Einnahme von anderen Medikamenten, vor der Einnahme von CBD Öl mit einem Arzt zu sprechen.

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Gänzlich abgeraten von dem Konsum von CBD Produkten wird Frauen in der Schwangerschaft oder Stillzeit.

Die Einnahme des Wirkstoffs kann nämlich Enzyme und Proteine beeinflussen, die für die korrekte Funktion der Plazenta verantwortlich sind (13).

Auch bei einem langfristigen Konsum durch Kinder ist es möglich, dass CBD die Entwicklung des zentralen Nervensystems beeinflussen könnte.

Worauf kommt es bei der Festlegung der Dosierung von CBD Öl an?

Obwohl viele Hersteller von CBD Öl eine ungefähre Dosierungsempfehlung angeben, gibt es keine universelle Dosierung, die jedem Menschen gleichermaßen hilft. Jeder Mensch ist individuell und somit hängt auch die Wirkung des CBD Öls von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem:

  • Körpergröße und Körpergewicht
  • Art der Beschwerden und deren Ausprägung
  • Persönliche Körperchemie (Einschließlich anderer Medikamente die eingenommen werden)
  • Stoffwechsel
  • Körperliche Reaktion auf CBD
  • Produktqualität (Vollspektrum etc.)

Bei der Dosierung von CBD Öl ist es generell empfehlenswert vorsichtig zu starten und die gewählte Dosis dann gegebenenfalls schrittweise zu erhöhen. Wie genau man dabei vorgehen kann werden wir später noch genauer erläutern. Der Körper sollte in den ersten Tagen nach der Einnahme des CBD Öls genau beobachtet werden. Falls es hier zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt, sollte das Öl direkt abgesetzt werden.

Wie viel CBD sollte man einnehmen?

Wie bereits erwähnt, hängt die Dosierung des CBD Öls von verschiedenen Faktoren ab. Dennoch können Richtwerte als Orientierung genutzt werden. Die Tropfenaufnahme der Pipetten der verschiedenen Hersteller von CBD Ölen können sich unterscheiden. Daher sollte man nicht auf die Anzahl der Tropfen achten, sondern viel mehr auf die Milligramm-Anzahl.

In der folgenden Tabelle haben wir die drei verschiedenen Dosierungsbereiche zusammengefasst:

Dosierung Anwendungsbereich
Micro-Dosis 0,5 mg bis 20 mg CBD Kopfschmerzen, Übelkeit, Stress, Schlafprobleme, Stoffwechselstörung, Migräne
Standard-Dosis 20 mg bis 100 mg CBD Schmerzen, Depressionen, Arthrose, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Angststörungen, Autismus
Makro-Dosis 100 mg bis 800 mg CBD Krebs, Epilepsie, Lebererkrankungen, Multiple Sklerose

Bei den angegebenen Werten handelt es sich keineswegs um Handelsempfehlungen. Vor allem bei der Einnahme von CBD Öl zur Behandlung von Krankheiten, sollte zur richtigen Dosierung immer ein Arzt konsultiert werden. Hierbei sollte auch auf mögliche Wechselwirkungen oder Komplikationen eingegangen werden.

CBD Öl Konzentrationen – Wie viel Prozent?

Auf den Flaschen des CBD Öls wird der Cannabidiol-Gehalt in der Regel in zwei verschiedenen Arten angegeben. Sowohl in Milligramm als auch in Prozent. Hier gilt jedoch nicht, desto höher der Prozentanteil an CBD, desto besser die Wirkung. Die Milligramm-Angabe ist viel aussagekräftiger.

Durch die Gabe von weiteren Tropfen eines CBD Öls kann man den Effekt eines höher-prozentigen Öls erreichen.

Zwei Tropfen von einem 5% CBD Öl haben beispielsweise die gleiche Wirkung wie ein Tropfen von einem 10% CBD Öl.

Flaschen eines hochprozentigen CBD Öls sind daher nur ergiebiger und dadurch langfristig oftmals etwas billiger als die, mit einem geringeren CBD-Gehalt.  Beim Kauf sollte daher immer auf den Cannabidiol-Gehalt der Flasche bzw. pro Tropfen geachtet werden.

Wer jedoch ein Vollspektrum Öl kauft, um Nutzen vom Entourage-Effekt zu machen, sollte sich eher für ein geringer prozentiges CBD Öl entscheiden. Hier sind in der Regel nämlich mehr andere Phytocannabiniode enthalten, die zusammen eine höhere biologische Aktivität und somit eine bessere Wirkung erreichen können (14).

Kann man CBD Öl auch überdosieren?

CBD Öl besteht aus einer rein pflanzlichen Zusammensetzung, gilt als sehr sicher in der Anwendung und kann praktisch nicht überdosiert werden. Eine letale, also tödliche, Dosis wurde bis jetzt noch nicht dokumentiert. In manchen Studien bekamen die Probanden eine tägliche Dosis von 1500 mg pro Tag und vertrugen diese gut.

Eine solche Dosis entspricht einer 10 ml CBD Öl Flasche mit einem CBD-Gehalt von 15%.

Im Falle von CBD Öl können bei einer zu hohen Dosierung also lediglich Nebenwirkungen, wie etwa Müdigkeit oder Appetitlosigkeit, auftreten, mit denen wir uns bereits in einer vorherigen Frage beschäftigt haben. Im Gegensatz zu anderen Medikamenten fällt die Liste der möglichen Nebenwirkungen von CBD Öl jedoch relativ gering aus.

Wie sollte ich CBD Öl für mein Tier dosieren?

Nicht nur Menschen, sondern auch andere Säugetiere, Vögel, Fische und Weichtiere besitzen das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS), welches mit Cannabidiol interagieren kann. Somit kann auch hier die Lebensqualität der Tiere verbessert werden, indem das CBD Öl entspannend, schmerzlindernd oder entzündungs­hemmend wirkt.

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CBD Öl kann nicht nur helfen die Lebensqualität von Menschen, sondern auch die von Hunden zu verbessern. Ähnlich wie bei Menschen kann das Öl hier schmerzlindernde, entspannende oder auch entzündungshemmende Wirkungen zeigen. (Bildquelle: Erin Stone / Pixabay)

Besonders oft wird CBD Öl bei Hunden, Katzen oder auch Pferden angewandt. Die Dosierung von CBD Öl ist bei Tieren mehr auf das Körpergewicht abgestimmt als bei Menschen. Als ideale Dosis wird hier oft zwei Tropfen pro 5 Kilogramm Körpergewicht genannt. Für den Anfang eignet sich CBD Öl mit einer Konzentration zwischen 1% und 5%. Das Öl kann einfach unter das Futter gemischt oder auf das Zahnfleisch getropft werden.

Auch, wenn es bei CBD Öl generell nicht zu einer Überdosierung kommen kann, sollte mit einer möglichst geringen Dosis begonnen werden. Diese kann dann nach Bedarf erhöht werden, bis die gewünschte Wirkung eintrifft.

CBD Öl Dosierung: Die besten Tipps & Tricks um deine richtige Dosierung zu finden

Nun ist es an der Zeit Theorie und Praxis zu verbinden, indem wir dir ein paar hilfreiche Tipps geben, wie du das CBD Öl überhaupt einnehmen kannst und wie du mithilfe des Step-Up-Ansatzes ganz einfach deine richtige Dosierung findest. Diese werden wir dir in den folgenden Absätzen genauer erläutern.

Wie nehme ich CBD Öl überhaupt ein?

Meist wird CBD Öl oral eingenommen. Dafür wird die jeweilige Anzahl an Tropfen des Öls unter die Zunge gegeben. Damit das Öl auch über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann, solltest du etwa ein bis zwei Minuten warten. Erst dann sollte das Öl heruntergeschluckt werden. Auf diesem Weg kann der Wirkstoff schnell in die Blutbahn gelangen.

Alternativ kannst du das Öl auch mit Nahrungsmitteln oder auch Getränken vermischen. In diesem Fall wird das CBD über die Magenschleimhaut aufgenommen. Die Zeit bis zum Wirkungseintritt ist bei dieser Methode daher etwas länger. Während bei der sublingualen Aufnahme, über die Mundschleimhaut, die Wirkung schon nach wenigen Minuten eintritt, kann es über die Magenschleimhaut zwischen 15 und 30 Minuten dauern.

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Am häufigsten wird das CBD Öl sublingual, das heißt über die Mundschleimhaut, aufgenommen. Diese Form der Einnahme führt auch zum schnellsten Wirkungseintritt, dieser kann nämlich schon nach ein paar Minuten eintreten.(Bildquelle: Erin Stone / Pixabay)

Wer sich den, für viele Menschen sehr gewöhnungsbedürftigen, Cannabis Geschmack von CBD Öl ersparen möchte, kann beispielsweise auch auf CBD Kapseln zurückgreifen. In diesen befindet sich auch CBD Öl, welches jedoch von einer verdaulichen Kapsel eingeschlossen ist. Der Wirkstoff wird hier erst im Magen freigesetzt, sobald die Kapselhülle von der Magensäure aufgelöst wurde.

Mit dem Step-Up-Ansatz zur richtigen Dosierung

Wenn es in der Praxis um die optimale Dosierung des CBD Öls geht, kann eine gewisse Anleitung oftmals sehr hilfreich sein. Basierend auf dem, im Buch „CBD: A Patient’s Guide To Medical Cannabis“ von Leonard Leinow und Juliana Birnbaum, erschienenen Leitfaden, empfehlen wir die Step-Up Methode. Die als Speizialisten und Pioniere im Bereich CBD geltenden Autoren erklären hier, wie man die Dosis schrittweise erhöhen kann, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen (15).

Was ist der Step-Up-Ansatz überhaupt?

Da jeder Mensch einzigartig ist, gibt es auch keine universelle Reaktion auf CBD. Daher ist es wichtig, dass die Dosierung des CBD Öls an die individuellen Bedürfnisse der Konsumenten angepasst wird. Wie bereits erwähnt, wird bei dem Step-Up-Ansatz die Dosis schrittweise erhöht, bis die gewünschte Wirkung erreicht wird.

Im Buch wird für diesen Prozess auch das, aus der Chemie stammende, Wort „Titration“ verwendet. Der Begriff beschreibt, wie die Dosis schrittweise erhöht wird, um eine langsame Anpassung an den Wirkstoff zu ermöglichen. Das Verfahren ist recht einfach und erfordert keinen großen Aufwand.

Es ist wichtig sich nicht zu schnell hochzudosieren und die Reaktion seines Körpers auf die jeweiligen Dosen genau zu beobachten.

Sobald du negative Auswirkungen bemerkst, solltest du die Dosis wieder reduzieren. Bei dem Step-Up-Ansatz geht es nämlich nicht darum die Dosis stetig zu erhöhen. Das Ziel ist deine ideale Menge zu finden. Wenn du eine Dosierung gefunden hast, bei der du dich wohlfühlst, ist diese deine Zieldosierung und du solltest du diese beibehalten.

Beispiel – CBD Dosierung im Step-Up-Ansatz

Die Autoren Leinow und Birnbaum unterscheiden in ihrem Buch, je nach Art der Beschwerden, ebenfalls zwischen den drei bereits genannten Dosierungsbereichen: Mikro-Dosis, Standard-Dosis und Makro-Dosis. Daher haben sie auch drei verschiedene Dosierungstabellen veröffentlicht, die die Anzahl der Tropfen und deren Konzentration, je Woche, angeben.

Wer nur unter geringen Beschwerden leidet, sollte mit einer Mikrodosierung starten. Im Folgenden kannst du beispielhaft einen Ausschnitt der Tabelle zur Mikrodosierung finden, der dir helfen soll, deren Funktionsweise besser zu verstehen. Mehr Informationen dazu kannst du im Buch „CBD: A patient’s guide to Medical Cannabis“ finden (15).

Kilogramm Woche 1 (Tropfen pro Tag) Woche 2 (Tropfen pro Tag) Woche 3 (Tropfen pro Tag) Woche 4 (Tropfen pro Tag) Woche 5 (Tropfen pro Tag)
60 kg 1x (5%) 2x (5%) 4x (5%) 6x (5%) 8x (5%)
70 kg 1x (5%) 3x (5%) 5x (5%) 7x (5%) 9x (5%)
80 kg 1x (5%) 3x (5%) 5x (5%) 8x (5%) 4x (15%)
90 kg 1x (5%) 4x (5%) 6x (5%) 9x (5%) 4x (15%)
100 kg 1x (5%) 4x (5%) 7x (5%) 3x (15%) 4x (15%)

Sobald du dich für eine Dosierungstabelle entschieden hast, kannst du in der linken Spalte nach dem Wert, der deinem Körpergewicht am nächsten kommt, suchen. Danach solltest du wie folgt vorgehen:

  1. Starte mit der in Woche 1 angegebenen Dosierung. Hierbei handelt es sich um deine Startdosierung. Diese solltest du für eine Woche beibehalten und deinen Körper währenddessen genau beobachten.
  2. Bei Bedarf kann die Dosis nun erhöht werden. Genau wie zuvor sollte sie erneut eine Woche beibehalten werden. Nach diesem Prinzip geht es dann weiter. Die Tropfen musst du nicht auf einmal einnehmen. Du kannst sie auch über den Tag hinweg aufteilen.
  3. Sobald du negative Auswirkungen bemerkst, solltest du die Dosis reduzieren. Weder eine zu hohe noch eine zu niedrige Dosis an CBD Öl können die gewünschte Wirkung erfüllen.
  4. Sobald du eine passende Dosierung an CBD Öl gefunden hast, solltest du diese auch beibehalten. Diese ist von nun an deine sogenannte Zieldosierung.

Fazit

CBD Öl kann bei einer Reihe an Beschwerden behilflich sein. Doch um die gewünschte Wirkung zu erhalten, ist es wichtig, zunächst die richtige Dosierung zu finden. Pauschalen Dosierungsempfehlungen solltest du hierbei jedoch nicht folgen, denn der CBD-Bedarf und die Reaktion des Körpers auf diesen Wirkstoff ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Die optimale Dosierung des CBD Öls hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem dein Körpergewicht, die Art der Beschwerden oder auch dein Stoffwechsel.

Wer seine ideale Dosierung finden möchte, sollte selber ausprobieren. Hierbei kannst du den Step-Up-Ansatz nutzen. Bei dieser Methode wird die Dosis schrittweise erhöht, bis die gewünschte Wirkung erreicht wird. Hierbei kommt es übrigens nicht auf die Konzentration des Öls, sondern viel mehr auf den  Cannabidiol-Gehalt in Milligram an.

Durch die Gabe von weiteren Tropfen eines CBD Öls kann nämlich der Effekt eines höher-prozentigen Öls erreicht werden. Wenn du deine ideale Dosis finden möchtest, ist es immer wichtig, genau auf deinen Körper zu hören. Ein Vorteil von CBD ist jedoch, dass man praktisch gar nicht überdosieren kann und die Nebenwirkungen in der Regel nicht schwerwiegend sind.

Bildquelle: parilovv/ 123rf.com

Einzelnachweise (15)

1. Gulbransen, G., Xu, W., & Arroll, B. (2020). Cannabidiol prescription in clinical practice: an audit on the first 400 patients in New Zealand. BJGP Open, 4(1), 1-8.
Quelle

2. Haroutounian, S., Ratz, Y., Ginosar, Y., Furmanov, K., Saifi, F., Meidan, R., & Davidson, E. (2016). The Effect of Medicinal Cannabis on Pain and Quality-of-Life Outcomes in Chronic Pain: A Prospective Open-label Study. Clin J Pain, 32(12), 1036-1043.
Quelle

3. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (2015). Cannabinoide in der Medizin: Überblick über die Studienlage zum therapeutischen Einsatz von Cannabinoiden, 1-7.
Quelle

4. Blessing, E., Steenkamp, M., Manzanares, J., & Marmar, C. (2015). Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. Neurotherapeutics, 12(4), 825-836.
Quelle

5. Schier, R., Ribeiro, N., Silva, A., Hallak, J., Crippa, J., Nardi, A., & Zuardi, A. (2012). Cannabidiol, a Cannabis sativa constituent, as an anxiolytic drug. Braz J Psychiatry, 34, 104-110.
Quelle

6. Shannon, S., Lewis, N., Lee, H., Hughes, S. (2019). Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series. Perm J., 23, 18-41.
Quelle

7. Devinsky, O., Marsh, E., Friedman, D., Thiele, A., Laux, L., Sullivan, J.,... Cilio, M. (2016). Cannabidiol in patients with treatment-resistant epilepsy: an open-label interventional trial. Lancet Neuro, 15(3), 270-278.
Quelle

8. Devinsky, O., Cilio, M., Cross, H., Fernandez-Ruiz, J., French, J., Hill, C,... Friedmann, D. (2014). Cannabidiol: pharmacology and potential therapeutic role in epilepsy and other neuropsychiatric disorders. Epilepsia, 55(6), 91-802.
Quelle

9. McCoy, B., Wang, L., Zak, M., Al-Mehmadi, S., Kabir, N., Alhadid, K.,... Sinopoli, K. (2018). A prospective open-label trial of a CBD/THC cannabis oil in dravet syndrome. Ann Clin Transl Neurol, 5(9),1077-1088. doi:10.1002/acn3.621
Quelle

10. Chagas, M. H. N., Zuardi, A. W., Tumas, V., Pena-Pereira, M. A., Sobreira, E. T., Bergamaschi, M. M., … Crippa, J. A. S. (2014). Effects of cannabidiol in the treatment of patients with Parkinson’s disease: An exploratory double-blind trial. Journal of Psychopharmacology, 28(11), 1088–1098.
Quelle

11. Stampanoni Bassi, M., Sancesario, A., Morace, R., Centonze, D., & Iezzi, E. (2017). Cannabinoids in Parkinson's Disease. Cannabis and cannabinoid research, 2(1), 21–29.
Quelle

12. Expert Committee on Drug Dependence (WHO). (2017). Cannabidiol (CBD). 39th ECDD (2017) Agenda item 5.2, 1-27.
Quelle

13. Feinshtein, V., Erez, O., Ben-Zvi, Z., Erez, N., Eshkoli, T., Sheizaf, B.,... Holcberg, G. (2013). Cannabidiol changes P-gp and BCRP expression in trophoblast cell lines. PeerJ, 153, 1-19.
Quelle

14. Russo, E. (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. Br J Pharmacol, 163(7), 1344-1364.
Quelle

15. Leinow, L., Birnbaum, J., & Moskowitz, M. (2017). CBD: A Patient’s Guide To Medical Cannabis. North Atlantic Books: Berkeley, California.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Nicole beschäftigt sich seit vielen Jahren mit alternativen medizinischen Behandlungsmethoden. In ihrer Ausbildung zur Naturheiltherapeutin konnte sie sich ein breites Wissen im Bereich der Naturheilkunde aneignen. Zusätzlich hat sich Nicole auf das Thema CBD und der Wirkungsweise von CBD-Produkten spezialisiert.
Wissenschaftliche Studie
Gulbransen, G., Xu, W., & Arroll, B. (2020). Cannabidiol prescription in clinical practice: an audit on the first 400 patients in New Zealand. BJGP Open, 4(1), 1-8.
Gehe zur Quelle
Wissenschaftliche Studie
Haroutounian, S., Ratz, Y., Ginosar, Y., Furmanov, K., Saifi, F., Meidan, R., & Davidson, E. (2016). The Effect of Medicinal Cannabis on Pain and Quality-of-Life Outcomes in Chronic Pain: A Prospective Open-label Study. Clin J Pain, 32(12), 1036-1043.
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Stellungnahme der AkdÄ
Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (2015). Cannabinoide in der Medizin: Überblick über die Studienlage zum therapeutischen Einsatz von Cannabinoiden, 1-7.
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Wissenschaftlicher Review
Blessing, E., Steenkamp, M., Manzanares, J., & Marmar, C. (2015). Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders. Neurotherapeutics, 12(4), 825-836.
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Wissenschaftlicher Review
Schier, R., Ribeiro, N., Silva, A., Hallak, J., Crippa, J., Nardi, A., & Zuardi, A. (2012). Cannabidiol, a Cannabis sativa constituent, as an anxiolytic drug. Braz J Psychiatry, 34, 104-110.
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Klinische Studie
Shannon, S., Lewis, N., Lee, H., Hughes, S. (2019). Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series. Perm J., 23, 18-41.
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Klinische Studie
Devinsky, O., Marsh, E., Friedman, D., Thiele, A., Laux, L., Sullivan, J.,... Cilio, M. (2016). Cannabidiol in patients with treatment-resistant epilepsy: an open-label interventional trial. Lancet Neuro, 15(3), 270-278.
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Wissenschaftlicher Review
Devinsky, O., Cilio, M., Cross, H., Fernandez-Ruiz, J., French, J., Hill, C,... Friedmann, D. (2014). Cannabidiol: pharmacology and potential therapeutic role in epilepsy and other neuropsychiatric disorders. Epilepsia, 55(6), 91-802.
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Klinische Studie
McCoy, B., Wang, L., Zak, M., Al-Mehmadi, S., Kabir, N., Alhadid, K.,... Sinopoli, K. (2018). A prospective open-label trial of a CBD/THC cannabis oil in dravet syndrome. Ann Clin Transl Neurol, 5(9),1077-1088. doi:10.1002/acn3.621
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Klinische Studie
Chagas, M. H. N., Zuardi, A. W., Tumas, V., Pena-Pereira, M. A., Sobreira, E. T., Bergamaschi, M. M., … Crippa, J. A. S. (2014). Effects of cannabidiol in the treatment of patients with Parkinson’s disease: An exploratory double-blind trial. Journal of Psychopharmacology, 28(11), 1088–1098.
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Wissenschaftliche Studie
Stampanoni Bassi, M., Sancesario, A., Morace, R., Centonze, D., & Iezzi, E. (2017). Cannabinoids in Parkinson's Disease. Cannabis and cannabinoid research, 2(1), 21–29.
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Report der WHO
Expert Committee on Drug Dependence (WHO). (2017). Cannabidiol (CBD). 39th ECDD (2017) Agenda item 5.2, 1-27.
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Wissenschaftliche Studie
Feinshtein, V., Erez, O., Ben-Zvi, Z., Erez, N., Eshkoli, T., Sheizaf, B.,... Holcberg, G. (2013). Cannabidiol changes P-gp and BCRP expression in trophoblast cell lines. PeerJ, 153, 1-19.
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Wissenschaftlicher Review
Russo, E. (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. Br J Pharmacol, 163(7), 1344-1364.
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Buch
Leinow, L., Birnbaum, J., & Moskowitz, M. (2017). CBD: A Patient’s Guide To Medical Cannabis. North Atlantic Books: Berkeley, California.
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