Schnell müde und leicht reizbar? Eisenmangel könnte die Ursache sein. Ein Mangel an Eisen schwächt den Körper, ist aber normalerweise nicht lebensgefährlich. Wenn der Körper nicht ausreichend mit Eisen versorgt ist, tritt eine sogenannte Eisenmangel-Anämie auf.

Kommt es zu einem Mangel an Eisen, werden die Körperzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und es kommt zu entsprechenden Funktionsstörungen. Schätzungsweise acht Prozent aller Deutschen leiden unter Eisenmangel. Weltweit gilt Eisenmangel als häufigste Mangelerkrankung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eisen ist lebensnotwendig. In Industrieländern hat etwa jedes dritte Kind und jede zehnte Frau Eisenmangel. Schwangere besitzen generell einen erhöhten Eisenbedarf.
  • Eisen ist der Hauptbestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Eisen bindet im Blut und in den Muskeln Sauerstoff und transportiert diesen zu den einzelnen Körperzellen.
  • Nur ein Zehntel des täglich benötigten Eisenbedarfs kann über die Nahrung aufgenommen werden. Eisen aus tierischen Quellen wird vom Körper am besten aufgenommen.

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Was ist Eisenmangel?

Eisen ist in fast allen Zellen unseres Körpers zu finden und ist unentbehrlich für den Energiehaushalt. Mangelt es an Eisen, kann dies eine ganze Reihe an Symptomen nach sich ziehen.

Wenn du oft Müde bist und dich schlapp fühlst, könnten das Anzeichen einer Eisenmangelerscheinung sein. (Bildquelle: 123rf.com / 47462956)

Einen Eisenmangel wirst du nicht sofort bemerken. Die Symptome beginnen eher schleichend und Müdigkeit wird selten mit einem Mangel an Eisen in Verbindung gebracht.

Dabei gelten Müdigkeit und Erschöpfung als Hauptsymptome der Mangelerscheinung. Einige Fakten zu Eisenmangel:

  • Bei gesunden Menschen, die sich abwechslungsreich und vollwertig ernähren, kommt es nur selten zu Eisenmangel.
  • Kinder und Frauen vor den Wechseljahren besitzen einen erhöhten Eisenbedarf. Dieser führt aber nur selten zu Mangelerscheinungen.
  • Ein behandlungsbedürftiger Eisenmangel ist meist die Folge von vermehrten Regelblutungen, inneren Blutungen oder anderen bestehenden Erkrankungen.

Definieren lässt sich ein Eisenmangel anhand des Hämoglobinwertes und der Konzentration an Serum-Ferritin.

Hintergründe: Was du über Eisenmangel wissen solltest

Weltweit leiden statistisch gesehen bis zu 30 Prozent der Bevölkerung unter Eisenmangel. In Europa sind diese Zahlen allerdings weit geringer anzusetzen. Ein behandlungsbedürftiger Eisenmangel in Europa ist eher ein Ausnahmefall.

In der Schweiz wurde diesbezüglich eine Studie durchgeführt. Von 11.000 Probanden litten lediglich 0,1 Prozent an einer behandlungsbedürftigen Eisenmangelanämie.

Was ist die Ursache von Eisenmangel?

Eisenmangel tritt auf, wenn der Körper Eisen verliert, wenn er über längere Zeit zu wenig Eisen erhält oder wenn der Eisenbedarf ansteigt. Die Ursachen von schweren Eisenverlusten:

  • Starke Regelblutung
  • Unfälle mit Blutverlust
  • Operationen mit Blutverlust
  • Blutspenden
  • Tumore
  • Geschwüre

Zu einem Eisenmangel kommt es nicht nur in Folge von äußeren Blutungen. Auch innere Blutungen lassen den Eisenspiegel sinken.

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Frauen zählen zu den Risikogruppen. Die Blutverluste während der Menstruation führen bei beinahe der Hälfte aller Frauen zu einer Unterversorgung.

In einer Studie untersuchte 2015 Diego Moretti mit einer Gruppe an Forschern den Zusammenhang zwischen dem Molekül Hepicidin und Eisen. Über 50 junge Frauen, deren Eisenvorrat erschöpft war, die jedoch noch nicht an Blutarmut litten, erhielten eine tägliche Dosis von mindestens 40 Milligramm Eisen, wie sie üblicherweise bei Eisenmangel verabreicht wird.

Danach massen die Forschenden, wie sich die Hepcidin-Konzentration entwickelte und quantifizierten deren Effekt auf die Absorption der nachfolgenden Eisendosen.

Dabei zeigte sich, dass die Hepcidin-Konzentration nach sechs bis acht Stunden ihren Höhepunkt erreichte, aber auch 24 Stunden nach der ersten Eisengabe noch immer in genügend hohen Mengen vorlag, um die Aufnahme der zweiten Eisendosis markant zu reduzieren.

Diese zweite Dosis, die entweder schon am gleichen Tag oder 24 Stunden nach der ersten verabreicht wurde, konnte der Körper demnach verglichen mit der ersten Gabe nur in verminderter Menge absorbieren. (1)

Auch bei Vegetariern kommt es häufig zu einer Eisenunterversorgung, denn pflanzliches Eisen kann der Körper schlechter verwerten.

Schwangere, Stillende und Sportler haben einen erhöhten Eisenbedarf. Bei Schwangeren kann der Eisenmangel Folgen für das Ungeborene haben.

Der Bedarf an Eisen steigt bei Leistungssportlern etwa um die Hälfte an. Hinzu kommen Defizite über das durch vermehrte Schweißbildung ausgeschiedene Eisen.

Die Aufnahme von Eisen im Körper kann durch eine verminderte Bildung von Magensäure gestört sein.

Menschen, die aufgrund der genetischen Stoffwechselerkrankung Hämochromatose immer volle Eisenspeicher haben, werden grösser als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Dr. Pietro Cippà und PD Dr. Pierre-Alexandre Krayenbühl, Ärzte der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin des UniversitätsSpitals Zürich, haben in einer klinischen Studie die Körpergrösse von 176 Patienten mit Hämochromatose mit der schweizerischen Allgemeinbevölkerung verglichen.

So konnten sie erstmals feststellten, dass Patientinnen und Patienten mit Hämochromatose durchschnittlich grösser werden als der Durchschnitt. Der Unterschied ist markant: Männer werden 4.3 cm grösser, Frauen 3.3 cm. (2)

Auch bestimmte Medikamente, welche zur Behandlung von erhöhten Cholesterinwerten oder Harnsteinen eingesetzt werden, können die Aufnahme von Eisen im Körper hemmen.

Welche Eisen-Werte sind normal?

Der Hb-Wert zeigt die Versorgung der roten Blutzellen mit Eisen an. Wie bereits erwähnt, befindet sich der Hb-Wert in normalen Bereich, solange die Eisenspeicher noch gut gefüllt sind.

Zusätzliche Informationen liefert der Eisentransport im Blut. Transferrin transportiert das aus der Nahrung aufgenommene Eisen in die Blutbahn.

Liegt ein Mangel an Eisen vor, ist kaum Eisen vorhanden, welches Transferrin an sich binden kann.

Es liegt eine niedrige Sättigung vor und der Eisenmangel wird früher deutlich, als durch die alleinige Bestimmung des Hb-Wertes.

Folgende Übersicht zeigt normale und kritische Bestimmungswerte.

Wert Normalwert Kritischer Wert
Hb-Wert 12,3 bis 16 g/dl unter 12 g/dl
Ferritin-Wert 30 bis 112 mg/l unter 12 mg/l
Transferrin-Sättigung 16 bis 45% unter 16%
Löslicher Transferrin-Rezeptor 1,9 bis 4,4 mg/l über 5 mg/l

Nachfolgend eine Übersicht über die Normalwerte an Eisen, getrennt nach Geschlechtern und Altersgruppen.

Geschlecht Altersgruppe in Jahren Normalwerte an Eisen in mg/dl
Männlich 25 40 bis 155
Männlich 40 35 bis 168
Männlich 60 40 bis 120
Weiblich 25 37 bis 165
Weiblich 40 23 bis 134
Weiblich 60 39 bis 149
Weiblich Schwangerschaft 25 bis 137

Wem die Ergebnisse des Bluttests in mmol/l vorliegen, der kann folgender Werte in oben aufgestellter Reihenfolge als normal betrachten:

  • 7,2 bis 27,7
  • 6,3 bis 30,1
  • 7,2 bis 21,5
  • 6,6 bis 29,5
  • 4,1 bis 24,0
  • 7,0 bis 26,7

Für Schwangere gelten 4,5 bis 24,5 mmol/l als Richtwerte. Für die tägliche Eisenzufuhr von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen gelten folgende Angaben als Richtwerte.

Altersgruppe Empfohlene tägliche Eisenzufuhr in mg
Bis 3 Monate 0,5
Bis 1 Jahr 8
Bis 6 Jahre 8
Bis 9 Jahre 10
Bis 18 Jahre Jungen 12
Bis 18 Jahre Mädchen 15
Bis 50 Jahre Männer 10
Bis 50 Jahre Frauen 15
Ab 51 Jahre 10
Schwangere 30
Stillende 20

Die Tabelle gibt die im Jahre 2012 aufgestellten Referenzwerte für den deutschsprachigen Raum wieder.

Welche Symptome bei Eisenmangel?

Zunächst wirst du von einem Eisenmangel nicht wirklich viel mitbekommen. Der Körper hilft sich selbst und leert die angelegten Eisenspeicher.

Erst wenn durch das Defizit an Eisen die Bildung der roten Blutkörperchen hemmt, werden erste Anzeichen spürbar.

Die Betroffenen werden zunächst eine allgemeine Müdigkeit spüren, sie fühlen sie schlapp und sind gleichzeitig gereizt.

Die typischen Symptome eines Eisenmangels sind:

  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Vergesslichkeit
  • Leistungsabfall
  • Verdauungsbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Hauttrockenheit
  • Infektanfälligkeit
  • Sodbrennen
  • Rissige Lippen
  • Stumpfes Haar
  • Brüchige Nägel

Wird der Eisenmangel nicht erkannt, tritt eine Eisenmangelanämie auf. Bis es zu einem starken Eisenverlust kommt, können mehrere Monate vergehen.

Die Beschwerden nehmen zu. Auch die Augen sind nun in Mitleidenschaft gezogen. Neben Sehstörungen kann es auch zu Ohrgeräuschen, Benommenheit und Herzbeschwerden kommen.

Professor Stefan Anker und eine Forschergruppe der Universitätsmedizin Berlin haben in einer 2009 publizierten Studie entdeckt, dass intravenös verabreichte Eisenpräparate die Lebensqualität vieler Herzkranker deutlich verbessern können.

An der Studie beteiligten sich insgesamt 75 Kliniken in 11 Ländern. Die Forscher untersuchten 459 Patienten, die Symptome einer verminderten Pumpfunktion des Herzens zeigten und bei denen Eisenmangel im Blut nachgewiesen wurde. Zwei Drittel erhielten eine Therapie mit dem Wirkstoff Ferric Carboximaltose, ein Drittel ein Placebo.

Die Kurzatmigkeit der Patienten wurde deutlich weniger.

Nach 24 Wochen sagten 50 Prozent der Patienten mit Eisentherapie, dass sie sich wesentlich besser fühlten – in der Placebogruppe waren es nur 27 Prozent. Die Patienten mit Eisentherapie waren auch deutlich weniger kurzatmig. Auch die Lebensqualität der Patienten hatte sich deutlich gebessert. (3)

Selten tritt das sogenannte Pica-Syndrom auf. Dabei kommt es zu Verformungen an den Fingernägeln und Muskelkrämpfen in den Beinen. Wenn sich in der Speiseröhre membranartige Strukturen bilden, können auch Schluckbeschwerden auftreten.

Wann kommt es zu Eisenmangel in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf. Schwangere sollten pro Tag mindestens 30 Milligramm Eisen aufnehmen. Dies lässt sich häufig nicht allein durch die Ernährung ausgleichen.

Während der Schwangerschaft werden daher häufig vorsorglich Eisenpräparate verordnet. Es wird Schwangeren geraten, regelmäßig die Eisenwerte im Blut überprüfen zu lassen.

Der erhöhte Eisenbedarf bleibt auch während der Stillzeit bestehen und liegt dann bei etwa 20 Milligramm täglich.

Schwangere sollten ihre Blutwerte, in regelmäßigen Abständen, messen lassen. (Bildquelle: 123rf.com / 64678421)

Die Erstellung von Blutbildern während der Schwangerschaft gibt Aufschluss über die Hämoglobinwerte. Eine Verringerung ist vollkommen normal.

Mit vermehrtem Eisenmangel ist zu rechnen, wenn die Schwangerschaften kurz aufeinander erfolgten oder Mehrlingsgeburten zu erwarten sind.

Fällt der Eisenwert unter zehn Gramm pro Deziliter Blut, muss von einer Risikoschwangerschaft ausgegangen werden und der Arzt wird eisenhaltige Präparate verschreiben.

Wie äußert sich ein Eisenmangel bei Kindern?

Besaß die Mutter während der Schwangerschaft ausreichend Eisen, sind auch die Säuglinge mit genügend Eisen versorgt.

Litt aber bereits die Mutter unter Eisenmangel, wird es auch für den Nachwuchs kritisch.

Die Eisenaufnahme über die Muttermilch verringert sich nach 6 Monaten.

Über die Muttermilch wird zwar Eisen aufgenommen, der Eisengehalt nimmt jedoch ab und verringert sich sechs Monate nach der Geburt um die Hälfte. Eine eisenreiche Beikost wird für Stillkinder im zweiten Lebenshalbjahr notwendig.

Eine weitere kritische Phase tritt mit etwa elf bis zwölf Jahren ein. Die Kinder befinden sich in der Entwicklung. Jungen bauen Muskeln auf.

Bei den Mädchen setzt die Monatsblutung ein. Einseitige Ernährung oder sportliche Aktivitäten führen ebenfalls zu einer verminderten Eisenkonzentration.

Kinder sollten in allen Entwicklungsstufen ausreichend mit Eisen versorgt sein. Ein Mangel kann die körperliche und geistige Entwicklung hemmen.

Die Folgen von Eisenmangel bei Kindern:

  • Lernfähigkeit herabgesetzt
  • Leistungsfähigkeit reduziert
  • Gedächtnisstörungen
  • soziale Beeinträchtigungen
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Schlechte schulische Leistungen

Eine Störung der Eisenversorgung in der Kindheit kann Folgen bis ins Erwachsenenalter besitzen.

Mangelerscheinungen im Säuglingsalter können sich bis ins Erwachsenenalter fortsetzen und eine langfristige Eisentherapie notwendig machen.

Ein in der Jugend auftretender Eisenmangel lässt sich dagegen ohne Langzeitfolgen beheben.

Was tun gegen Eisenmangel: Tipps und effektive Behandlungsmethoden

Wurde ein Eisenmangel festgestellt, gilt es zunächst, die Ursache herauszufinden. Es gilt, Störungen, wie etwa innere Blutungen zu beseitigen und Ernährungsdefizite auszugleichen.

Wobei eine Ernährungsumstellung nur bei leichtem Eisenmangel ausreichen wird, denn unsere Nahrung enthält vergleichsweise wenig Eisen.

  • Die Behandlung mit eisenhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln ist häufig angezeigt. Diese sollte über mehrere Monate erfolgen.
  • Das Blutbild ist regelmäßig zu kontrollieren. Eine Überversorgung mit Eisen ist in jedem Fall zu vermeiden.
  • Die Dosis ist dabei genau zu überwachen. Besonders bei Kindern kann es zu einer Eisenvergiftung kommen.

Diese äußert sich durch blutigen Brechdurchfall, begleitet von rapidem Flüssigkeitsverlust.

Der Notarzt ist zu verständigen, denn in schweren Fällen kann eine Überversorgung mit Eisen sogar tödlich enden.

Ursachenforschung

Die Behandlung beginnt mit der Ursachenfindung. Starken Regelblutungen kann mit der Verordnung der Pille Einhalt geboten werden.

Eine Auswertung von medizinischen Daten der Nurses Health Studie im Jahre 2013 von Forschern der University of Massachusetts mit über 200’000 Frauen aus dem Gesundheitsdienst ergab, dass ein Mangel an verschiedenen Mineralien – insbesondere Eisen und Zink – die Beschwerden rund um die Menstruation fördern können.

Die Forscher wählten hierbei aus den Studienteilnehmerinnen 3’025 Frauen, die wie alle anderen Teilnehmerinnen auch, zu ihrem Ernährungsverhalten und zum Konsum von Nahrungsergänzungspräparaten Auskunft geben mussten.

Es zeigte sich, dass Frauen mit der höchsten Eisenaufnahme, sei es durch pflanzliche Nahrung oder durch die Einnahme von Eisen-Ergänzungspräparaten, ein um 30-40% niedrigeres Risiko hatten, an PMS-Symptomen zu leiden, als Frauen mit niedrigem Eisenkonsum. (4)

Liegen innere Blutungen aufgrund von Tumoren oder Geschwüren vor, müssen diese behandelt, bzw. operativ entfernt werden.

Eisenhaltige Präparate werden verordnet, um den Eisenspiegel anzuheben. Liegt eine schwere Blutarmut vor, werden Bluttransfusionen notwendig.

Eisenpräparate gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, welche wir nachfolgend noch näher besprechen werden.

Eisenpräparate sollten nicht ohne vorherige Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Wer eigenmächtig Eisen zuführt, kann von der eigentlichen Ursache ablenken. Innere Blutungen lassen sich dann nur noch schwer diagnostizieren.

Die Präparate sollten versetzt zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Eisenpräparate können zu Verdauungsstörungen führen und eine Schwarzfärbung des Stuhls hervorrufen.

Nahrungsergänzungsmittel

Die Therapie von Eisenmangel wird zunächst von einer Ernährungsumstellung begleitet. Da die Eisenkonzentration in unserer Nahrung leider kaum ausreicht, um Mangelerscheinungen nachhaltig zu beheben, werden eisenhaltige Präparate verordnet.

Die häufigsten Darreichungsformen von Eisenpräparaten sind:

  • Kapseln
  • Saft
  • Tabletten

Meist handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente, die zweiwertiges Eisen enthalten. Diese Wirkstoffe werden vom Körper besser aufgenommen und die Eisenspeicher lassen sich schneller auffüllen.

Das FORUM VIA SANITAS hat in einer 2017 publizierten Studie eine neuartige Supplementierung mit einem bioregulativen, organischen Eisenpräparat bei 123 Patienten mit pathologischem Eisenmangel-Syndrom in der ganzheitmedizinischen Praxis untersucht.

Davon haben 113 Patienten die Therapie abgeschlossen. Bei 76 Patienten wurde auch das erwünschte Therapieziel erreicht. Die Gabe von Licht-Quanten-aktiviertem-Eisen nach Dr. Ewald Töth führte im Beobachtungszeitraum zu einer Normalisierung der Eisenwerte im Blut (Trans-ferrin, Ferritin, Eisen im Vollblut und Serum).

Zusätzlich kam es bei einem Großteil der Patienten zu einer deutlichen Verbesserung der häufigsten Symptome eines pathologischen Eisenmangel-Syndroms wie körperliche und geistige Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen, Schwindel, hormonelle Störungen, Verdauungsstörungen, Muskelverspannungen und Immunschwäche. (5)

Häufig wird auch auf Kombipräparate zurückgegriffen, welche weitere Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente enthalten.

Liegt ein schwerer Eisenmangel vor, wird dreiwertiges Eisen verschrieben. Diese hochdosierten Medikamente können allerdings nur über Injektionen oder Infusionen verabreicht werden.

Eisen Kapseln einnehmen

Eisen Kapseln sind eine häufige Darreichungsform. Häufig ist Eisengluconat in hoher Bioverfügbarkeit enthalten.

Kapseln sind genau dosiert und lassen sich bequem einnehmen. So kann die Eisenversorgung auch unterwegs sichergestellt werden.

Um die Aufnahmefähigkeit des Eisens zu verbessern, sind häufig Kombipräparate mit Vitamin C im Handel.

Auch Vitamin B12 wird Eisen Kapseln häufig zugesetzt. Vegetarier können auf vegane Kapselhüllen ohne Gelatine zurückgreifen.
Eisen Saft einnehmen

Für die zusätzliche Eisenversorgung von Kindern hat sich Eisen Saft bewährt. Die Präparate sind bereits für Kinder ab sechs Jahren geeignet.

Auch Erwachsene, die sich mit der Einnahme von Kapseln oder Tabletten weniger anfreunden können, sind mit Eisen Saft gut beraten.

Diese Eisenpräparate basieren meist auf Fruchtsäften und sind mit Kräutern wie Wacholder, Schachtelhalm, Schafgarbe oder Fenchel versetzt.

Eisen Saft wird auch Schwangeren empfohlen und hat sich bei Senioren bewährt. Vegetarier und Veganer finden hiermit ebenfalls eine Alternative.

Eisen Tabletten einnehmen

Eisen Tabletten bieten eine weitere Möglichkeit, Eisen gezielt zuzuführen. Die Präparate sind meist hochdosiert, so dass eine Tablette täglich meist ausreicht, um die Eisenspeicher aufzufüllen.

Den meisten Präparaten ist Vitamin C zugesetzt. Dies verbessert die Eisenaufnahme und wirkt Nahrungsmitteln entgegen, welche die Aufnahme von Eisen im Körper behindern.

Die Vor- und Nachteile der einzelnen Darreichungsformen stellt folgende Übersicht gegenüber:

Darreichungsform Vorteile Nachteile
Kapseln Bereits dosiert, Hohe Bioverfügbarkeit, Hohe Produktreinheit Nicht immer vegan, Schlucken kann Probleme machen
Saft Bequem einzunehmen, Auch für Kinder geeignet Enthält Zusatzstoffe, Nicht hochdosiert
Tabletten Dosis bereits festgelegt, Hochdosiert, Preisgünstig Schlucken kann Probleme machen, Dosis kann nicht selbst festgelegt werden

Eisenpräparate sollten möglichst auf nüchternen Magen eingenommen werden. Etwa eine Stunde vor dem Frühstück kann der Körper Eisen am besten aufnehmen und verwerten.

Wird Eisen über den Tag zugeführt, sollten mindestens zwei Stunden seit der letzten Nahrungsaufnahme vergangen sein.

Auf bestimmte Lebensmittel verzichten

Bestimmte Lebensmittel können die Aufnahme von Eisen behindern:

  • Milch
  • Kaffee
  • Schwarzer Tee
  • Grüner Tee
  • Cola
  • Spinat
  • Rote Bete
  • Reis
  • Soja

Die genannten Lebensmittel sollten während der Einnahme von Eisenpräparaten nicht in größeren Mengen verzehrt werden.

Die Einnahmehinweise der Hersteller sind zu beachten. Es bietet sich an, Eisenpräparate statt mit Wasser mit Vitamin C-haltigem Fruchtsaft einzunehmen, um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen.

Trivia: Was du sonst noch über Eisenmangel wissen solltest

Eisenmangel kann dem Körper schaden und ernstzunehmende Folgen haben. Daher solltest du bei den genannten Anzeichen von Eisenmangel handelt und Eisen gezielt zuführen, um die Speicher wieder aufzufüllen.

Im Folgenden erfährst du, wie sich die Eisenkonzentration testen lässt und in welchen Lebensmitteln besonders viel Eisen enthalten ist.

Wie kann man einen Test auf Eisenmangel machen?

Eisenmangel wird üblicherweise durch eine Blutuntersuchung beim Arzt festgestellt. Dieser bestimmt den Hämoglobinwert, den sogenannten Hb-Wert. Dieser Wert sagt aus, wie viel Eisen dein Blut enthält.

Ob du Eisenmangel hast, wird in der Regel mittels eines Bluttests festgestellt. Dabei wird der Hämoglobinwert gemesen. (Bildquelle: 123rf.com / 36052341)

Bei Männern gelten Richtwerte von 13 und 17 Gramm pro Deziliter Blut als normal. Bei Frauen sollte der Hb-Wert bei 12 bis 16 Gramm pro Deziliter liegen.

Diese Grenzwerte können jedoch schwanken. Wir werden noch genauer auf den Eisenbedarf einzelner Alters- und Zielgruppen eingehen.

Liegt der Verdacht auf Eisenmangel vor, wird zusätzlich der Ferritin-Wert bestimmt. Dieser Wert gibt Aufschluss über den Zustand der Eisenspeicher.

Während der Hb-Wert noch im normalen Bereich liegen kann, deutet sich ein Eisenmangel über den Ferritin-Wert bereits frühzeitig an.

Fällt der Ferritin-Wert unter 15 Milligramm pro Liter, liegt ein behandlungsbedürftiger Eisenmangel vor.

Der Ferritin-Wert kann auch anhand eines Selbsttests bestimmt werden. Diese Tests werden in Apotheken verkauft. Die Test-Kits enthalten alle Hilfsmittel, um Blut aus dem Finger abzunehmen und den Wert zu bestimmen.

Das Testergebnis liegt innerhalb von zehn Minuten vor. Die Genauigkeit der Selbsttests liegt bei mehr als 90 Prozent.

Wer einen Mangel feststellt, sollte es nicht darauf beruhen lassen und einen Arzt aufsuchen, um die Ursache herauszufinden und weitere Behandlungsschritte veranlasst zu wissen.

Welche Ernährung ist bei einem Eisenmangel hilfreich?

Bei einem leichten Eisenmangel kann eine Ernährungsumstellung helfen, das Defizit zu beheben.

Folgende Übersicht listet eisenreiche Nahrungsmittel auf:

Lebensmittel Eisengehalt in mg/100g
Sanddornsaft 260
Schwarze Johannisbeeren 170
Petersilie 160
Bärlauch 150
Rote Paprika 120
Rosenkohl 110
Grünkohl 100
Brokkoli 90
Papaya 80
Erdbeeren 60
Orangen 50
Thymian 20
Blutwurst 17
Weizenkleie 13
Pfefferminze 10
Leinsamen 8
Tofu 5
Erbsen 5
Topinambur 4
Rote Bete 1

Eisen aus tierischen Quellen kann der Körper besser aufnehmen, als Eisen aus pflanzlicher Nahrung.

Vitamin C verbessert die Aufnahme. Milch, Rotwein oder Kaffee wirken eher hinderlich. Weitere Mineralstoffpräparate sollte nicht zusammen mit Eisen aufgenommen werden.

Auch die in Fertigsuppen, Getreide oder Puddingpulver enthaltene Oxalsäure behindert die Aufnahme von Eisen im Körper.

Fazit

Eisen ist lebensnotwendig und unterstützt wichtige Körperfunktionen. Über die Nahrung kann verhältnismäßig wenig Eisen aufgenommen werden.

Eisenmangel ist in Deutschland relativ selten. Ein Mehrbedarf ergibt sich im Entwicklungsalter oder während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Eisenmangel sollte früh erkannt werden. Die Einnahme von Eisenpräparaten kann das Defizit ausgleichen, ohne Folgen zu hinterlassen.

Nach etwa einem halben Jahr sind die Eisenspeicher aufgefüllt. Bei einem Verdacht auf Eisenmangel ist eine Blutuntersuchung angezeigt.

(Bildquelle: 123rf.com / 39091910)

Einzelnachweise

1. Moretti D, Goede J, Zeder C, Jiskra M, Chatzinakou V, Tjalsma H, Melse-Boonstra A, Brittenham G, Swinkels D, Zimmermann M. Oral iron supplements increase hepcidin and decrease iron absorption from daily or twice-daily doses in iron-depleted young women. Blood (2015) 126 (17): 1981-1989.
Quelle

2. Cippa P, Kayenbuehl P. Increased Height in HFE Hemochromatosis. N Engl J Med 2013; 369:785-786
Quelle

3. Anker S, Colet J, Filippatos G, Willenheimer R, et al. Ferric Carboxymaltose in Patients with Heart Failure and Iron Deficiency. N Engl J Med 2009; 361:2436-2448
Quelle

4. Chocano-Bedoya P, Manson J, Hankinson S, Johnson S, Chasan-Taber L, Ronnenberg G, Bigelow C, and Bertone-Johnson E
Quelle

5. M. Janu, N. Wopfner. EISEN-SUPPLEMENTIERUNGSTHERAPIE: Nicht-Interventionelle Studie zur Supplementierung einer bioregulativen, organischen Eisenverbindung in der ganzheitsmedizinischen Praxis. Forum Via Sanitas. 1. August 2017
Quelle

Wissenschaftliche Studie
Moretti D, Goede J, Zeder C, Jiskra M, Chatzinakou V, Tjalsma H, Melse-Boonstra A, Brittenham G, Swinkels D, Zimmermann M. Oral iron supplements increase hepcidin and decrease iron absorption from daily or twice-daily doses in iron-depleted young women. Blood (2015) 126 (17): 1981-1989.
Gehe zur Quelle
Wissenschaftlicher Artikel
Cippa P, Kayenbuehl P. Increased Height in HFE Hemochromatosis. N Engl J Med 2013; 369:785-786
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Wissenschaftlicher Artikel
Anker S, Colet J, Filippatos G, Willenheimer R, et al. Ferric Carboxymaltose in Patients with Heart Failure and Iron Deficiency. N Engl J Med 2009; 361:2436-2448
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Wissenschaftlicher Artikel
Chocano-Bedoya P, Manson J, Hankinson S, Johnson S, Chasan-Taber L, Ronnenberg G, Bigelow C, and Bertone-Johnson E
Gehe zur Quelle
Wissenschaftliche Studie
M. Janu, N. Wopfner. EISEN-SUPPLEMENTIERUNGSTHERAPIE: Nicht-Interventionelle Studie zur Supplementierung einer bioregulativen, organischen Eisenverbindung in der ganzheitsmedizinischen Praxis. Forum Via Sanitas. 1. August 2017
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